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Bei Van Dievel Transport (VDT) ereigneten sich in den vergangenen zwei Jahren etwa 65 vermeidbare Unfälle pro Jahr. Rund vierzig davon waren auf ein Fahrmanöver zurückzuführen. Mit anderen Worten geschehen ungefähr zwei Drittel der vermeidbaren Unfälle während eines Fahrmanövers auf dem Betriebsgelände.
Fahrmanöver kommen bei VDT am häufigsten beim Anfahren an den Laderampe, durch Hindernisse am Gelände, die der Fahrer nicht gesehen hatte, und beim Einfahren in das und beim Ausfahren aus dem Betriebsgelände.
Unfälle bei Fahrmanövern sind typisch für die Art von Transporten, die Van Dievel Transport durchführt. Gerade deshalb sind Perfektionskurse für unsere Fahrer so besonders nützlich.
Art vermeidbarer Unfälle |
2000 |
2001 |
2002 |
Zusammenstoß bei Fahrmanövern |
44 |
40 |
44 |
Zusammenstoß auf einer Kreuzung |
10 |
9 |
8 |
Andere |
17 |
16 |
12 |
Summe |
71 |
65 |
64 |
DEFENSIVES MANÖVRIEREN
Es ist immer wieder überraschend zu hören, dass 95% der Unfälle
(im Straßenverkehr) durch einen menschlichen Fehler verursacht werden.
Aus diesem Grund haben Wissenschafter sich auf das Fahrverhalten
konzentriert. Aus dieser Untersuchung ging der Begriff 'defensives
Fahren' hervor. Dieser Begriff ist inzwischen allgemein bekannt.
Er bedeutet soviel wie :
(1) selbst keine Fehler machen,
(2) schwierige Fahrbedingungen berücksichtigen und
(3) eventuelle Fehler der anderen Verkehrsteilnehmer vorweg nehmen.
Wie fährt ein Fahrer defensiv? Im Allgemeinen fährt man defensiv, wenn man keine Risiken eingeht,
rechtzeitig die Risiken (die ein andere Person eingeht) erkennt, rechtzeitig auf Signale reagiert
und das mit der richtigen Fahrtechnik tut.
Eine der schwierigsten Fertigkeiten, die ein LKW-Fahrer erlernen muss, ist nun mal die Ausführung verschiedener Fahrmanöver wie Rückwärtsfahren, Umdrehen, Ein- und Ausparken, An- und Abfahren von einem Laderampe. Während der Fahrmanöver im Straßenverkehr muss er darüber hinaus noch den anderen Straßenverkehrsteilnehmern Vorrang einräumen.
Auf einem Betriebsgelände gibt es häufig auch deutliche (interne) Verkehrsregeln und meist ist dort auch viel los. Beim Manövrieren muss der Fahrer daher auch immer und unter allen Umständen doppelt aufmerksam sein.
MANÖVRIERTECHNIK
Die Ausführung eines Fahrmanövers beginnt immer mit der Beurteilung der Umstände und dem vorsichtigen Einsetzen des Manövers.
Blicktechnik
Vorausschauen ist eine Basisregel bei der Unfallvermeidung. Das
gilt auch für Fahrmanöver. Das bedeutet, dass man als Fahrer den
'Verkehr' rund um den LKW konstant im Auge behalten muss. Dafür
hat man seine Augen, eine ganze Reihe von Spiegeln, eventuell die
Kamera. Nur wenn man ständig darauf achtet, was rund um den LKW
vor sich geht, kann man rechtzeitig auf veränderte Umstände reagieren.
Wenn man fährt oder manövriert, muss man nach der HLVR-Regel schauen.
Diese Regel bedeutet :
- H : erst nach hinten schauen
- L : dann nach links schauen. Hier darf man nicht nur die Spiegel verwenden, sondern muss auch regelmäßig über seine linke Schulter schauen.
- V : dann nach vorne schauen.
- R : und schließlich nach rechts schauen.
Natürlich kontrolliert ein Berufsfahrer die Einstellung seiner Spiegel, bevor er losfährt.
Wann steigt man aus?
Auch bei perfekter Anwendung der Blicktechnik gibt es immer wieder
Umstände, in denen der Tote Winkel zum Tragen kommt. Dann steigt
man aus und sieht sich die Situation aus nächster Nähe an oder fragt
einen Begleiter um Unterstützung.
Wenn man einen Begleiter hat, muss man stets dafür sorgen, dass
der Augenkontakt mit dieser Person nicht unterbrochen wird. Auch
hier bleibt die Blicktechnik natürlich wichtig, denn man darf sich
nicht darauf verlassen, dass der Begleiter alles sieht. Schließlich
bleibt der Fahrer selbst für seinen LKW verantwortlich.
Das Rückwärtsfahren
Das Rückwärtsfahren erfordert Kenntnis und Beherrschung einer Technik,
die für eine Kombination Zugmaschine-Auflieger anders ist als zum
Beispiel für einen LKW.
Was jedoch beim Rückwärtsfahren immer gilt, sind die folgenden Sicherheitsregeln.
- Nur Rückwärtsfahren, wenn es wirklich nicht anders
geht.
- Aussteigen und sich vorab die direkte Umgebung rund um den LKW ansehen.
- Bei Bedarf um Unterstützung fragen.
- Die vier Richtungsanzeiger einschalten und langsam nach hinten fahren.
- Gut nach links und rechts schauen.
- Länge des Aufliegers berücksichtigen.
- Radio und CB-Funk ausschalten.
- Fenster öffnen.
- Bei Bedarf aussteigen und sich die Gefahrenpunkte erneut ansehen.
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Das Beispiel der HLVR-Regel beim Linksabbiegen.

Beim Aussteigen (und wieder Einsteigen) ist immer die Drei-Punkte-Regel anzuwenden : entweder stützt man sich auf zwei Hände und einen Fuß oder auf zwei Füße und eine Hand.
Eine der Sicherheitsregeln beim Rückwärtsfahren ist 'Fenster auf'
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